Wenn man zu einem Gegner fahren muss, der bereits Meister ist und kurz zuvor gegen den Zweiten mit 21 Toren gewonnen hat, rechnet man sich sicherlich nicht die größten Chancen aus. Es sind sicher auch keine Punkte, die man unbedingt eingeplant hat. Aber man fährt ja auch nicht los, um von vorne herein die Köpfe hängen zu lassen! In der Woche zuvor haben wir sehr gut trainiert. Keine Spur von Ladehemmungen und fehlender Einstellung. Beste Voraussetzungen, um gegen die First Ladys von Todesfelde anzutreten.
Angekommen auf dem Deathfield, wie die Todesfelder ihre Halle liebevoll titulieren, war in der ersten Halbzeit allerdings nur eine Mannschaft. Diese waren leider nicht wir! Eine katastrophale Darbietung von uns. Es schien so, als wenn wir noch nie Abwehr gespielt hätten. So konnten die Todesfelderinnen nahezu ohne Gegenwehr locker den Ball einnetzen. Immer den Schritt zu spät hinterliefen sie uns gekonnt, so dass unsere Torfrauen von sechs Metern kaum eine Chance hatten, mit Paraden zu glänzen. Vorne mussten wir uns unsere Chancen hart erarbeiten. Die Gegner wussten, wie man Abwehr spielt. Nichts desto trotz erspielten wir uns doch die eine oder andere Chance. Zu viele klare Dinger ließen wir jedoch liegen. Gut bedient wurden wir mit einem 24:8 in die Kabine geschickt.
Kein Wunder, dass Sünje unsere Leistung in der Kabine als bodenlose Frechheit titulierte. Es kann doch nicht sein, dass wir im Training auftrumpfen und ohne Ende Gas geben, um uns dann so abschlachten zu lassen. Diese Schmach konnte und wollte keiner auf sich sitzen lassen. Wir hatten uns doch vorgenommen, Todesfelde möglichst lange zu ärgern. Also raus auf den Platz und Taten sprechen lassen!
Tatsächlich haben wir uns in der zweiten Halbzeit mächtig gesteigert. Die Abwehr stand nun überwiegend und vorne nutzten wir unsere Chancen. Jedoch machte uns Franziska Haupt einen Strich durch die Rechnung. Immer wenn wir dachten, wir hätten hinten alles im Griff, nahm sie sich den Ball und netzte locker ein. Letztendlich waren die Todesfelderinnen einfach eine Klasse besser und wurden auch verdient Meister. So mussten wir mit einem 26:45 die Heimreise antreten. Nun zählt das Spiel gegen Herzhorn. Wir müssen gewinnen, um ganz sicher die Klasse zu halten. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!
Sau raus, eure 1. Damen!
1. Frauen - Saison 13/14
SH-Liga: SG Todesfelde/Leezen vs. HSG Hohn/Elsdorf 45:26 (24:8), 6. April 2014
Nichts zu holen gegen Todesfelde!
Tore: Sarah Schütte, Hanna Schubbe; Monika Gahnz (1), Janine Herbst (7/3), Pamela Bruhn (1), Anna Ketelsen (4), Annegret Plöhn (4), NN2 (1), Maike Hagge, Margit Rohwer (5), Monic Sachau-Tinney (3/1)
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