Dass eine Mannschaft mal eine Auswärtsschwäche haben kann, ist wohl jedem bekannt; was wir gestern in Schleswig boten, ist mit dem Begriff Auswärtsschwäche aber nicht mehr titulierbar! Schlesvig IF, im unteren Drittel der Tabelle angesiedelt, zeigte uns auf, dass man bei jedem Spiel 300 Prozent geben muss, damit zwei Punkte drin sind. Wir dagegen spielten weder Abwehr noch einen passablen Angriff zu Beginn der Partie, sodass wir verdient mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Halbzeit geschickt wurden (11:15). Alllerdings konnten wir noch froh sein, dass es nur vier Tore waren. Unsere Abwehr bot zahlreiche Lücken für die Gegner. Wir waren immer einen Schritt zu langsam und spielten zu offensiv, obwohl etwas anderes angesagt war. Sünje war zurecht fassungslos über unsere Vorstellung in Halbzeit eins. In der Halbzeit kam dann auch das große Donnerwetter! Sie appellierte an unseren Siegeswillen und gab uns klare Anweisungen, die nun umgesetzt werden mussten!!!
Es schien zu Beginn der zweiten Halbzeit auch ein Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein und eine Aufholjagd begann. Teilweise zeigten wir, dass wir tatsächlich guten Handball spielen können. Doch nach kurzer Zeit verloren wir schon wieder den Faden und ließen Schlesvig wieder einmal davon ziehen. Zwischenzeitlich stand es 23:17. Trotzdem gaben wir uns nicht auf und kämpften uns erneut heran, führten kurz vor Schluss sogar drei Mal. Beim 26:25, fünf Minuten vor Schluss, hatten wir die Chance auf einen Zwei-Tore-Vorsprung. Leider vergab Janine diese hundertprozentige Chance! Wie wir alle so viele hundertprozentige Chancen davor
So muss man sagen, dass die zwei Punkte nach einer desolaten Leistung unsererseits in Schleswig geblieben sind! Dass der Coach mehr als bedient ist und wir Dienstag einiges aufzuarbeiten haben, ist wohl klar! Alle müssen sich hinterfragen, ob das alles ist, was wir bieten wollen! Auch der Coach selbst nimmt sich in Regress und überdenkt die Ansprachen. Jede Menge Frust gilt es nun zu bewältigen und unsere zahlreichen Fehler schnellstmöglich zu eliminieren. Am Mittwoch um 20 Uhr geht es in eigener Halle gegen Oeversee ran! Fakt ist: wir müssen schnellstens einen Anknüpfungspunkt zum Bredstedt-Spiel finden, sonst wird das nichts!
Desweiteren muss man an dieser Stelle sagen, dass an diesem Tag wirklich gar nichts rund lief. Gleich zu Beginn der Partie hatte sich Mareike nach einer Parade am Knie verletzt. Minuten des Schreckens für die gesamte Mannschaft. Die Diagnose steht noch aus. An dieser Stelle noch einmal beste Genesungswünsche für Mareike!
Spielverlauf: 4:3; 8:6; 10:6; 11:8; 13:9; 15:9 / 15:12; 17:14; 20:16; 21:17; 23:18; 24:20; 24:23; 25:23; 25:25; 25:26; 26:2;6 27:28; 28:28; 29:28
1. Frauen - Saison 13/14
SH-Liga: Slesvig IF vs. HSG Hohn/Elsdorf 29:28 (15:11), 9. November 2013
Bis ins Bodenlose und noch viel weiter!
Tore: Andrea Groth, Mareike Ohm; Denise Schütt, Monika Gahnz, Janine Herbst (10/5), Pamela Bruhn (2), Anna Ketelsen (3), Johanna Horn (2), Annegret Plöhn, NN2 (3), Merle Krippeit, Maike Hagge, Margit Rohwer (6), Katrin Stürken (2)
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